Donnerstag, 2. Juni 2011

[Rezension] Eva Baronsky - Herr Mozart wacht auf

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"Herr Mozart wacht auf" stand - dank einiger begeisterter Rezensionen - schon lange auf meiner Wunschliste. Vor kurzem habe ich das Buch dann recht günstig ergattert ... nur leider bin ich wohl mit den falschen Erwatungen an die Geschichte herangegangen.

Beschreibung: Der Mann, der sich nur daran erinnert, am Vorabend als Wolfgang Amadé Mozart auf dem Sterbebett gelegen zu haben, kann sich die bizarre Umgebung nicht erklären, in der er erwacht: Musik ohne Orchester, Fuhrwerke ohne Pferde, Licht ohne Kerzen. Ist er im Vorhof zur Hölle oder im Paradies angelangt, und vor allem: mit welchem Auftrag?
Ein göttlicher Spaß, verblüffend und tragikomisch, ein Spiel mit Zeiten und Identitäten.

Meine Meinung: Am Anfang war von der Handlung noch sehr begeistert: Wolfgang Amadé Mozart wacht im Jahr 2006 auf - weiß weder wie er dorthin gekommen ist, noch was er dort soll. Diese fremdartige Welt jagt ihm verständlicherweise einen gehörigen Schrecken ein. Und so tapst er von einem Fettnäpfchen ins nächste. Das war zuerst auch alles sehr lustig zu lesen. Doch nach und nach ging mir der Herr Mozart immer mehr auf die Nerven, was mehrere Gründe hatte: Zum einen seine Sprache. Natürlich wirkt es sehr authentisch ihn in altertümlicher Sprache sprechen zu lassen. Aber sein umständlicher und komplizierter Satzbau waren für mich doch sehr mühsam zu lesen und Lesefreude kam dabei nicht auf. Zum anderen verstehe ich wohl seine Künstlerseele nicht. Das, was andere Rezensenten als die verschrobenen Ausbrüche eines Genies und Musikbesessenen bezeichneten, war für einfach nicht nachvollziehbar und sehr, sehr nervenaufreibend. Nichts interessiert ihn außer seiner Musik. Hat er kein Essen oder kein Dach über dem Kopf? Nun denn, egal, Hauptsache es hat Musik ... Zudem kam die Handlung einfach nicht recht in Schwung und plätscherte eher vor sich hin.

Mein Fazit: Weder die Figuren noch die Handlung konnten mich überzeugen. Für mich eher ein mittleres Lesevergnügen und nur für den witzigen Anfang gibt's 3 Sterne.
(Wenn man sich die begeisterten Rezensionen bei amazon anschaut, bin ich mit meiner Meinung allerdings recht allein. Nun denn, mir fehlt's ja auch an der Musikerseele ... )
(3 von 5 Sternen)

Verlag: Aufbau Taschenbuch
Taschenbuch: 320 Seiten
ISBN-13: 978-3746626963

Der zweite Roman der Autorin: "Magnolienschlaf"

1 Kommentar :

  1. Hey
    ich hab was für dich!
    http://annikki04.wordpress.com/2011/06/03/blogger-award-67/

    LG Alice

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