Mittwoch, 15. Juni 2011

[Rezension] Michael Schröder - Jeder Tag endet mit dem Tod

Inhalt und Eindruck:
"Jeder Tag endet mit dem Tod" beginnt noch wie ein ganz "gewöhnlicher" Krimi. Ein Mädchen (Lisa König) kann nicht glauben, dass der Tod ihres Vaters ein Zufall war und bittet einen fähigen Kommissar um Hilfe, der den Fall aufklären soll. Soweit so gut. Elmar Kreuzer - der Kommissar - nimmt den Fall trotz seines anstehenden Urlaubs an, begleitet Lisa nach Hause und beginnt dort mit den Ermittlungen. Doch spätestens als Kreuzer an diesem ersten Abend von einem Unbekannten erschossen wird, jedoch kurz darauf wieder am Morgen desselben Tages aufwacht, wird einem klar, dass man es hier eben nicht mit einem "gewöhnlichen" Kriminalfall zu tun hat. Stattdessen befindet man sich mit Kreuzer in einer Zeitschleife à la "Täglich grüßt das Murmeltier", in der jeder Tag, wie der Titel schon sagt, mit dem Tod endet. War ich zu Beginn noch etwas skeptisch, wie sich so eine irre Geschichte schlüssig umsetzen lässt, konnte mich der Autor Kapitel für Kapitel mehr davon überzeugen, dass dies eben doch möglich ist, und zwar sehr gut sogar! Tag für Tag kommt er der Identität des Täters ein Stückchen näher und deckt weitere Puzzleteile auf. Doch mit jedem weiteren Tag geht auch mit ihm eine Veränderung durch: Er wird aggressiver, gewalttätiger, alles Charakterzüge, die ihm bisher völlig fremd waren. So entwickelt sich diese Zeitschleife nach und nach zu einem gefährlichem Strudel, in dem er Gefahr läuft verlorenzugehen, falls es ihm nicht gelingt, diesen zu durchbrechen ...  Einziger Kritikpunkt: Stellenweise hat sich Handlung doch etwas gezogen, wurde für mich manches zu ausführlich beschrieben oder zu oft wiederholt, wodurch der Lesefluss etwas ins Stocken geriet.
Aber am Interessantesten von allem war für mich eh - neben der klassischen Frage des Whodunit - die Entwicklung Kreuzers während seiner Gefangenschaft in der Zeitschleife: Zu beobachten wie er sich verändert und wie unterschiedlich er an den einzelnen Tagen reagiert und auftritt. Generell war mir der Kommissar von Anfang an sehr sympathisch: Polizist aus Leidenschaft, der, auch wenn es gegen die Vorschriften ist, einem kleinen Mädchen bei der Suche nach einem Mörder hilft. Und das nur aus einem einzigen Grund: Weil es ihm richtig erscheint!

Fazit:
Ein spannender, gut durchdachter und von Anfang bis Ende schlüssiger und überzeugender Science-Fiction-Krimi. Herr Schröder: Bitte mehr davon! :)
(4 von 5 Sternen)

Cover:
Also die Elemente des Covers sind ja schon passend: Eine Uhr, die in einen "Zeit"-Strudel fällt, Blut ... Aber die Umsetzung dieser Idee gefällt mir nicht so sehr. Zu grell, zu aufdringlich für meinen Geschmack. Ob ich in einer Buchhandlung darauf aufmerksam geworden wäre? Mit Sicherheit! Aber eher weil ich so abgeschreckt gewesen wäre... aber zum Glück habe ich mich von sowas nicht aufhalten und mir diesen ungewöhnlichen Kriminalfall entgehen lassen! :)

Broschiert: 376 Seiten
ISBN-13: 978-3942584081

Nachdem ich im Buch leider gar keine Informationen über den Autor finden konnte, habe ich ein bisschen im Internet recherchiert und siehe da: Neben "Jeder Tag endet mit dem Tod" wurde im Januar diesen Jahres ein weiteres Buch von ihm veröffentlicht! "131 Briefe" heißt es, veröffentlicht im Titus Verlag.
Weitere Infos über Michael Schröder gibt's auf seiner Homepage und bei facebook1 und facebook2

Ich danke dem EPIDU Verlag und "Blogg dein Buch" für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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Kommentare :

  1. Ja, das Cover ist nicht wirklich der Hit.^^ Hab das Buch auch bekommen und werde sofort damit anfangen, wenn ich mein derzeitiges Buch beendet habe. Ich bin schon richtig gespannt auf das Buch!^^

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  2. Die Rezension hat mir sehr Gefallen und das mit der Wiederholung finde ich schon eine tolle Sache, ich mag etwas fantastische Geschichten. War im Kinofilm Source Code und erinnert mich auch irgendwie daran, nur das der Protagonist nur 8 Minuten lebt. Ich dagegen finde den Cover gut, ist wohl Geschmackssache ein Blickfang ist es wohl, aber weiss natürlich nicht ob es wirklich zum Buch passt. Werde mir das mal demnächst in der Buchhandlung anschauen. Nochmals von mir Dankeschön für die sehr gute Rezension. Werde mir diesen Blog merken!

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  3. Danke für die schöne Rezension.

    Wer Infos rund um das Buch haben will: www.dieschroeders.net und dort auf die Fanpage zu dem Buch.

    Wer etwas auf der Webseite stöbert, wird auch erkennen, dass der zweite Teil davon schon geschrieben ist un der dritte und damit der Abschluss in Arbeit ist.

    So gesehen gibt es noch zwei weitere Abenteuer mit Elmar Kreuzer.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Michael Schröder

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  4. @Dennis: Danke dir! :) Ja, das Cover ist natürlich Geschmackssache. Aber auch wenn's mir nicht so gefällt, so passt es doch sehr gut zur Handlung und ist nicht aus der Luft gegriffen, wie so manch anderes Cover.

    @Donni bzw. Michael: Vielen Dank! :) Und es freut mich zu hören/lesen, dass Elmar Kreuzer weiter ermittelt!

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