Mittwoch, 20. Juli 2011

[Rezension] Katherine Neville - Das Montglane-Spiel

Inhalt:
Die jungen Novizinnen Mireille und Valentine führen im Kloster von Montglane ein beschauliches Leben. Doch eines Tages werden sie von ihrer Äbtissin dazu auserwählt, die Figuren eines alten Schachspiels in Sicherheit zu bringen. Sie reisen nach Paris und damit mitten hinein in die Wirren der französischen Revolution. Knapp 200 Jahre später führen eine Reihe ungewöhnlicher Ereignisse dazu, dass die Computerexpertin Kat auch in die Jagd nach den Figuren hineingezogen wird. Beide Frauen haben es mit mächtigen Gegnern zu tun, die vor nichts zurückschrecken, um in den Besitz der Figuren zu gelangen, die der Sage nach der Schlüssel zum "Elixier des Lebens" sind.

Eindruck:
Dieses Buch besteht aus einer durch und durch stimmigen Mischung von Mystery-, Thriller-, Geschichts-, und Wissenschaftselementen, wobei meines Erachtens kein Bereich zu kurz kommt. Man lernt auf unterhaltsame Weise viel Wissenswertes über Schach, Mathematik, Chemie und Physik. Zudem erfährt man quasi nebenbei einiges über die französische Revolution und lernt historische Personen wie Napoleon Bonaparte, Maximilien Robespierre und Katharina die Große, Zarin von Russland kennen.
Trotz der vielen Geschichts- und Wissenschaftseinheiten ist dieses Buch zugleich auch ein unglaublich fesselnder Mystery-Thriller, der einen bei der Jagd nach dem Schachspiel um die ganze Welt führt. Vergleiche mit Dan Browns "Sakrileg" oder "Illuminati" würde ich hier nicht ziehen, da diese Bücher weitaus actiongeladener sind. Beim "Montglane-Spiel" werden hingegen auch öfters mal ruhigere Töne angeschlagen und generell herrscht ein eher gemäßigteres Tempo, das die Spannung aber keinesfalls beeinträchtigt.
Die Erzählperspektive wechselt jeweils nach den einzelnen Kapiteln zwischen Kat und Mireille, deren Lebensgeschichten durch das Schachspiel verbunden sind. Dies bietet eine schöne Abwechslung und trägt zur Auflockerung der Handlung bei.
Da ich selbst kein Schach spiele und auch die Regeln nicht kenne, war es zu Beginn etwas schwer, manchen Gedankengängen zu folgen. Aber da Katherine Neville im Laufe des Buches viel dazu erklärt, war es auch für mich als Schach-Laie ein echtes Lesevergnügen.

Fazit:
„Das Montglane-Spiel“ ist ein gelungener Mystery-Thriller, mit geschichtlichen sowie wissenschaftlichen Elementen, den ich sehr gerne gelesen habe. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
Ich freue mich schon auf den Folgeband "Die Botschaft des Feuers", der bereits in meinem Bücherregal auf mich wartet.


Taschenbuch: 720 Seiten
Verlag: Diana Taschenbuch 
ISBN-13: 978-3453354272


Die beiden Bücher rund um das Montglane-Spiel:
  1. Das Montglane-Spiel - Das Geheimnis der Acht
  2. Die Botschaft des Feuers 




Gelesen im Rahmen der BUCHSalat-Challenge: „Genre Mystery

1 Kommentar :

  1. Tolle Rezi, sehr gut auf den Punkt gebracht!

    Allerdings bin ich noch begeisteter von Buch. Ich würde volle 5 Sterne geben. Solche breitgefächerten (von Themen her) Bücher gibt es sehr selten! :)

    Ich finde den Mythos um das Schachspiel äußert interessant! (Leider gibt es nicht sooo viel darüber im Netz..)

    Liebe Grüße

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