Donnerstag, 18. August 2011

[Rezension] Lena Gold - Voll auf Ex-Kurs

Inhalt: Pia, 33 Jahre alt und Texterin in einer Werbeagentur, wurde vor kurzem von ihrem Freund zu lassen. Da sie allerdings davon überzeugt ist, dass sie DAS Traumpaar schlechthin waren, will sie ihn natürlich zurück. Und zwar bald. Rat sucht sie sich beim Seminar "Voll auf Ex-Kurs". Doch anstatt der versprochenen Hilfe, fangen damit die Probleme erst richtig an!

Eindruck:
Auf dem Klappentext steht "DAS Buch für alle, die schon einmal Liebeskummer hatten!" Also mal ehrlich, gibt es wirklich Menschen, die rufen: "Juchu, ich hatte schon einmal Liebeskummer! Dann ist dieses lustige Frauenbuch also genau das richtige für mich um mich an meinen Liebeskummer zu erinnern!" Ne, das ist mir wirklich etwas befremdlich. Gekauft habe ich es mir aufgrund der vielen guten Rezensionen. Aber auf die hätte ich besser auch nicht gehört....
Fangen wir mal bei Pia an: Die arbeitet natürlich, wie es sich für einen guten Frauenroman gehört, in einer Werbeagentur. Sie wurde von ihrem Freund verlassen und befindet sich nun am "Ground Zero". Pia war mir auch direkt recht sympathisch. Das Problem, das ich das komplette Buch über mit ihr hatte, war eher das, dass ich bis zum Ende nicht verstanden habe, warum sie ihren Freund eigentlich zurück haben will. Denn  dieser war alles andere als ein "guter" Freund. Und Frauen, die sich von ihren Männern gerne schlecht behandeln lassen, die kann ich ja mal gar nicht verstehen. Mit dieser Einstellung fiel es mir dann natürlich sehr schwer den versprochenen Witz und die Leichtigkeit in der Geschichte zu finden. Ich war also erst einmal sehr abgeneigt.
Als dann aber das "Voll auf Ex-Kurs"-Seminar begann, haben das Buch und ich so langsam etwas zueinander gefunden. Es gab einige lustige Situationen, ich hab schließlich  doch ein bisschen mit Pia mitgelitten und war auch mit dem etwas vorhersehbaren Ende im Grunde genommen recht zufrieden. Doch vollkommen ist der Funke bis zum Ende nicht übergesprungen, wie auch schon die Wörter "etwas", "bisschen" und "recht" vermuten lassen. Es war alles ganz nett, ganz witzig usw. Aber wirklich überzeugt hat mich das Buch nicht.
Frauen auf der Suche nach schönen "Frauen"-romanen würde ich auch in Zukunft eher zu Kerstin Gier und Paige Toon raten.

Fazit:
Für mich ein eher durchschnittliches Lesevergnügen. Deshalb gibt es 3 von 5 Sternen!


Verlag: Goldmann Verlag 
Taschenbuch: 288 Seiten
ISBN-13: 978-3442471683



Gelesen im Rahmen der Challenge: Deutschsprachige Autoren

Kommentare :

  1. Eine tolle Rezi (und ein schöner Blog)! Das wäre jetzt eh nicht ganz mein Genre, aber stimmt, von Kerstin Gier würde ich schon mal gerne einen reinen Frauenroman lesen (ich kenne bisher nur Gweny und Gideon von ihr) - "Für jede Lösung ein Problem" soll ja sehr gut sein. Meine Schwester zumindest war sehr angetan.

    LG Reni

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  2. "Für jede Lösung ein Problem" habe ich auch sehr gerne gelesen. :) Am besten gefällt mir allerdings die Mütter-Mafia-Reihe.
    Das tolle an den neuen Büchern von Kerstin Gier ist halt, dass sie zwar lcoker-lustig geschrieben sind, aber nie so sinnentleert und platt wie viele andere Frauenromane. :)

    lg, Steffi

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