Samstag, 27. August 2011

[Rezension] Susanne Falk - Das Wunder von Treviso (Hörbuch)

Inhalt:
Der kleine italienische Ort Treviso ist der Inbegriff eines verschlafenen Dorfes. Um das zu ändern, kommt Pater Antonio eine pfiffige Idee: Er lässt eine Madonnenstatue so präparieren, dass sie fortan rote Tränen weint. Der darauf folgende Pilgeransturm wirbelt das bisher so ruhige Leben der Dorfbewohner gehörig durcheinander. Und dann kündigt sich auch noch ein Gesandter des Vatikans an, der das Wunder auf seine Echtheit überprüfen soll.

Eindruck:
Susanne Falk erzählt die Geschichte des kleinen Dorfes Treviso, das mit Problemen zu kämpfen hat, die jedem, der auf dem Land sind, nur allzu gut bekannt sind: Kleine Geschäfte müssen nach und nach aufgegeben werden, da die Kundschaft ausbleibt. Junge Leute sind gezwungen wegzuziehen, da sie in der Umgebung keine Jobperspektiven haben. Um dagegen anzukämpfen, kommt Pater Don Antonio die Idee, für ein kleines Wunder zu sorgen, wodurch im Dorf ganz schönes Chaos entsteht.  
Parallel zur Geschichte Don Antonios werden noch eine ganze Reihe anderer Dorfbewohner vorgestellt: Da ist zum Beispiel der Friseur Luigi, der Bürgermeister, der Supermarktbesitzer und Maria, die Schwester Don Antonios. In kurzen Episoden werden so die einzelnen Geschichten, die alle auf unterschiedliche Weise miteinander verknüpft sind, fortgeführt.  Das alles erzählt die Autorin auf humorvolle, locker-leichte Weise. Man wird quasi das ganze (Hör)buch über auf einer bauschigen kleinen Wolke hinfort getragen. Es ist also genau das richtige für einen lauen Sommerabend.  
Doch genau hier setzt auch mein erster Kritikpunkt an. Denn es ist alles so herrlich locker, lustig, leicht, dass es mir etwas an Tiefgang gefehlt hat. Die einzelnen Figuren waren für mich nicht richtig greifbar, blieben skizzenhaft. Alles war einfach zu zuckrig-süß. Passend dazu war die Handlung etwas zu vorhersehbar für meinen Geschmack. Es ist absolut nichts passiert, das mich in großes Staunen versetzt hätte. Es gab zwar hier und da ein paar Verstrickungen und knifflige Situationen, aber nichts wirklich Ernstes. Auch der eher ernste Grund für die Präparierung der Madonnenstatue wurde nur so eben nebenbei erwähnt und dann fallengelassen.
Trotz dieser Kritik hat mir das Hören dieser Geschichte aber viel Spaß und einige Lacher beschert.    

Zum Hörbuch:
Ich hab mich beim Hören ständig gefragt, woher ich diese überaus angenehme Stimme kenne. Als ich dann schließlich im Umschlag geguckt und dort entdeckt habe, dass Dietmar Wunder der Synchronsprecher Adam Sandlers (einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler) ist, war alles klar. Mit dem Wissen hat mir das Lauschen der Geschichte gleich doppelt so viel Freude bereitet. Generell hat Dietmar Wunder einen ganz "wunder"baren Erzählstil. Driften meine Gedanken beim Hörbuch hören sonst sehr schnell ab, so konnte mich seine Stimme von Anfang bis Ende an die Geschichte fesseln.

Fazit:
"Das Wunder von Treviso ist ein locker-leichtes Sommerbuch, das mich gut unterhalten und mir einige amüsante Autofahrten beschert hat. Zudem bin ich froh, dass ich das Hörbuch, gesprochen von Dietmar Wunder, gehört und damit einen neuen Lieblings-Hörbuchsprecher gewonnen habe.  Da es mir aber zum einen an Tiefgang gefehlt hat und zum anderen die Geschichte etwas zu vorhersehbar war, gibt es einen Punkt Abzug: 4 von 5 Sternen.


Cover:
Das Cover ist richtig süß und fängt mit seinen sanften Farben und der geschwungenen Schrift die fröhliche Stimmung des Buches sehr gut ein.



Spielzeit: 220 Minuten
ISBN-13: 978-3833727825


Ich danke dem JUMBO Verlag und "Blogg dein Buch" für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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Gelesen im Rahmen der Challenge: Deutschsprachige Autoren

1 Kommentar :

  1. Ich schaffte es nicht bis zum Ende es zu lesen, ein Audio-Buch sollte mir helfen:)

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