Montag, 17. Oktober 2011

[Rezension] Douglas Adams - Das Restaurant am Ende des Universums

"Das Restaurant am Ende des Universums" ist nach "Per Anhalter durch die Galaxis" der zweite Teil der Anhalter-Reihe.

Inhalt: 
Seit die Erde einer Hyperraum-Umgehungsstraße weichen musste, sind Arthur Dent und Tricia McMillan (genannt "Trillian") die letzten Überlebenden Menschen im Universum. Zusammen mit dem durchgebrannten Präsidenten der Galaxis: Zaphod Beeblebrox, Ford Prefect und dem manisch depressiven Roboter Marvin sind sie kreuz und quer durch die Galaxis unterwegs. Neben einem Stopp beim legendären Restaurant am Ende des Universums, gilt es immer noch, die "Ultimative Frage des Lebens, des Universums und dem ganzen Rest“ herauszufinden, deren Antwort ja bekanntermaßen 42 lautet. 

Eindruck:
„Das Restaurant am Ende des Universums“ ist, wie schon der erste Teil, vollgepackt mit viel Situationskomik und vollkommen absurden Szenen, die für jede Menge Lacher garantieren. Sei es eben jenes Restaurant am Ende des Universums, das sich nicht nur am geografischen Ende, sondern auch am zeitlichen Ende befindet und in dem jeden Abend ein Show zum Untergang des Universums stattfindet(!) oder der totale Durchblicksstrudel, der jedem, der durch ihn hindurch blickt in den Wahnsinn treibt, und das bloß dadurch, dass er ihnen zeigt, wie unendlich groß das Universum und wie klein man selbst ist. Douglas Adams strotzt geradezu vor außergewöhnlichen und skurrilen Ideen.
Doch seine Bücher sind nicht einfach nur witzig. Sie halten der Gesellschaft vielmehr einen Spiegel vor. So ist es doch geradezu typisch für uns und unseren Voyeurismus, dass wir uns sogar das Ende des Universums in einer außergewöhnlichen Abendshow zu Gemüte führen. Auch schön das Raumschiff, das vollgepackt mit „überflüssigen“ Menschen wie Fernsehproduzenten, Versicherungsagenten und Unternehmensberatern in eine ungewisse Zukunft fliegt. Man hat somit auf der einen Seite viel zu Schmunzeln und zu Lachen, wird auf der anderen Seite aber auch zum Nachdenken angeregt.
Was mich an diesem Buch, trotz des grandiosen Humors, allerdings etwas gestört hat, war die zum Teil zähe bzw. fehlende Handlung. Viele witzige Szenen, Abschweifungen, Definitionen usw. sind natürlich eine schöne Sache, aber eigentlich hatte ich gehofft, dass die Handlung aus „Per Anhalter durch die Galaxis“ etwas energischer fortgeführt würde. Das war aber auf vielen Seiten nicht der Fall. Besonders unschön empfand ich schließlich das sehr offene Ende, das fast alle Fragen unbeantwortet lässt und einen geradezu „zwingt“, sich den dritten Teil „Das Leben, das Universum und der ganze Rest“ zu schnappen.

Fazit:
Somit ist dieser Roman zwar ein wunderbar skurriles und witziges Werk von Douglas Adams, dessen Handlung mich aber an vielen Stellen nicht überzeugen konnte. Das ergibt gute 3,5 von 5 Punkten.


Gesamteindruck:
ScienceFiction-Challenge-Wertung: 7 von 10 Punkten

Verlag: Heyne Verlag
Taschenbuch: 240 Seiten
ISBN-13: 978-3453146983

Reiheninfo:
  1. Per Anhalter durch die Galaxis
  2. Das Restaurant am Ende des Universums
  3. Das Leben, das Universum und der ganze Rest
  4. Macht’s gut, und danke für den Fisch
  5. Einmal Rupert und zurück
  6. Von Eoin Colfer: Und übrigens noch was ... Teil 6 der Trilogie



Gelesen im Rahmen der ScienceFiction-Challenge: „Station Pluto“
  • Randerscheinungen
  • spezielle, exotische, abgefahrene und/oder satirische Romane

0 Kommentare :

Kommentar veröffentlichen