Dienstag, 27. Dezember 2011

[Rezension] Kimberly Derting - Bodyfinder - Das Echo der Toten

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Inhalt:
Violet besitzt eine besondere Gabe: Sie kann die Echos der Toten wahrnehmen. Denn jeden Verstorbenen umgibt eine besondere Aura, von der Violet magisch angezogen wird. Doch für sie ist diese Gabe alles andere als ein Geschenk, ist sie doch die einzige, die in der Lage zu sein scheint, einen Serienmörder aufzuhalten, der in der Gegend sein Unwesen treibt. Mithilfe von Jay, ihrem besten Freund, begibt sie sich auf die Suche nach diesem Mörder und muss feststellen, dass Jay schon lange viel mehr als nur ein Freund für sie ist...

Eindruck:
Was mich an diesem Buch besonders gereizt hat, ist diese besondere Gabe von Violet, ihre Fähigkeit, die Aura von Toten wahrzunehmen. Dies kann je nach Verstorbenem ein besonderer Klang, Geruch oder sogar ein Geschmack sein. Doch genau das war auch das, was mich am Buch am meisten enttäuscht hat. Denn leider wird so gut wie gar nicht erklärt, was es mit dieser Gabe auf sich hat und warum ausgerechnet Violet damit „gesegnet“ ist. Es gibt quasi keinerlei Hintergrundinformationen. Violet hat diese Gabe. Punkt. Schade, schade, denn genau das hätte mich brennend interessiert.
Der größte Fokus wird auf die Beziehung Violets zu Jay gelegt. Seit ihrer Kindheit sind sie die besten Freunde. Doch nun fühlt Violet plötzlich mehr als nur Freundschaft. Da ist es auch nicht hilfreich, dass Jay seit neuestem „der“ Mädchenschwarm der Schule ist. Und obwohl wir hier mal wieder die klassische Geschichte haben: Schüchternes Mädchen verliebt sich in den angesagtesten und heißesten Typen der Schule und kann nicht glauben, dass er eventuell Interesse an ihr(!) haben könnte ... tja, und trotzdem fand ich diese kleine Liebesgeschichte richtig schön geschrieben und habe es sogar sehr genossen diese zu lesen. Das lag zum großen Teil daran, dass ich die Entwicklung von Violet sehr glaubwürdig fand. Und solche Liebesgeschichten sind doch einfach was feines, oder?
Der andere Aspekt, der eigentliche Kriminalfall, kam darüber aber leider etwas zu kurz. Dass einzelne Passagen aus Sicht des Serienmörders geschrieben sind, hat zwar für eine Portion Spannung gesorgt. Doch die ständigen Grübeleien Violets über ihre und Jays Gefühle, haben das bisschen Spannung eigentlich direkt wieder beseitigt. Zudem waren manche Aspekte bei der Suche nach dem Mörder doch etwas unglaubwürdig. Vielleicht habe ich schon zu viele reine Thriller/Krimis gelesen, aber einige Punkte sind mir doch etwas aufgestoßen. 

Spoiler (zum Lesen markieren): (Violet zeigt zum Beispiel auf einen Mann: Das ist der Mörder! Es gibt keinerlei Beweise und trotzdem gibt dieser auf der Polizeiwache sofort alles zu? Wenn es im wahren Leben doch so einfach wäre...)

Fazit:
Trotz der für mich fehlenden Thriller-Eigenschaften, war „Bodyfinder“ ein schönes Leseerlebnis. Die etwas über 300 Seiten hatte ich im Nu gelesen, mich über die süße Liebesgeschichte gefreut und eine kleine Serienkillerjagd war auch noch dabei. Alles in allem ist Bodyfinder eine empfehlenswerte Lektüre für Jugendliche von 12 – 16 Jahren.
Für den Nachfolgeband wünsche ich mir aber, dass die Gabe Violets etwas mehr in den Fokus gerät. Denn die Idee ist einfach klasse und verdient es, eine größere Gewichtung zu bekommen.

Broschiert: 343 Seiten
ISBN-13: 978-3815798737


Ich danke dem Verlag Coppenrath Verlag und "Blogg dein Buch" für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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1 Kommentar :

  1. Ich habe das Buch auch gerade zu ende gelesen und fand es garnicht schlecht.Bin schon auf Teil 2 gespannt.

    Liebe Grüsse Manuela

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