Samstag, 14. Januar 2012

[Rezension] Meg Cabot - Der will doch nur spielen

Inhalt:
Kate MacKenzie arbeitet in der Personalabteilung beim New York Journal. Eigentlich macht ihr die Arbeit dort sehr viel Spaß. Doch als sie von der SBT (Schreckliche Büro-Tyrannin) gezwungen wird, eine beliebte Mitarbeiterin zu feuern, sieht sie sich plötzlich wegen unrechtmäßiger Kündigung verklagt. Wäre das nicht schon schlimm genug, schläft sie als frischgebackener Single derzeit auch noch auf der Couch ihrer besten Freundin. Und dann verdreht ihr auch noch der Anwalt, der sie bei der Klage vertreten soll, gehörig den Kopf...

Eindruck:
Bei "Der will doch nur spielen" handelt es sich um den zweiten Teil einer Reihe. Den ersten Teil "Um die Ecke geküsst" kenne ich selbst noch nicht. Aus zuverlässiger Quelle (klick) weiß ich aber, dass das auch nicht so schlimm ist und man die Reihe auch getrost in falscher Reihenfolge lesen kann.
Das Buch selbst besteht nicht, wie sonst üblich, aus Fließtext. Es setzt sich stattdessen einzig und allein aus Email-Nachrichten, Messenger-Gesprächen, Anrufbeantworter-Nachrichten, Rezepten, vollgekritzelten Flugblättern und Tagebucheinträgen zusammen. Am Anfang habe ich mich gefragt, wie Meg Cabot es denn bitte schaffen soll, aus diesen Fragmenten eine vernünftige, zusammenhängende Geschichte zu entwerfen. Aber meine Zweifel wurden schnell weggefegt. Denn trotz dieser unkonventionellen Art, bleibt der rote Faden immer erkennbar und es wird eigentlich nie langweilig.
Da es nicht nur mein erstes Buch dieser Reihe, sondern auch mein erstes Buch überhaupt ist, das ich von dieser Autorin gelesen habe, war ich sehr überrascht davon, wie witzig ich es fand. Das mit dem Humor ist ja immer so eine Sache. Worüber die eine lauthals lacht, kann die andere noch nicht einmal müde lächeln. Aber Meg Cabot hat meinen Humor voll und ganz getroffen. Die einzelnen Nachrichten waren so lustig. Mit einer großen Portion Wortwitz und vielen lustigen Anspielungen hat sich mich sehr oft zum Lachen gebracht.
Allerdings muss man schon sagen, dass die einzelnen Figuren teilweise sehr stereotyp geraten sind. Der grässliche, kleine und hässliche Anwalt, die überzogen tussige und herrische SBT, ihre affigen Studentinnenverbund-Freundinnen, die gutmütige beste Freundin von Kate. Und Kate selbst ist teilweise sehr naiv geraten: Gutmütig, lieb, nett und sich ihrer unglaublichen Schönheit nicht einmal ansatzweise bewusst. Der strahlende Held ist zwar auch Anwalt, aber das komplette Gegenteil von seinem Bruder (dem kleinen, hässlichen Anwalt): Wunderschön, charmant, höflich, gutherzig. Ja, man könnte meinen, das wäre dann doch etwas zu viel des Guten. Aber mir hat das alles kaum etwas ausgemacht. Denn diese gnadenlos überzogenen Personen haben mich so oft zum Lachen gebracht, dass mich ihr immer genau vorhersehbares Verhalten fast gar nicht störte. Ich habe mich stattdessen einfach in diese süße und romantische Liebesgeschichte fallen und von dieser begeistern lassen. 

Fazit:
Und so habe ich dieses Buches auch sehr genossen: Die ungewöhnliche Art, diese Geschichte zu erzählen, die vielen Witze und die liebenswerte Art von Kate, haben es zu einem richtig schönen Leseerlebnis gemacht. 
"Der will doch nur spielen" ist ein (fast) perfektes Wohlfühlbuch.


Cover:
Bei diesem Cover frage ich mich mal wieder, was die Verantwortlichen sich dabei gedacht haben. Soll der Hund stellvertretend für einen der männlichen Protas stehen? Oder ist das lediglich eine witzig gemeinte Anlehnung an den Titel? (der übrigens ebenso wenig Sinn macht) Jedenfalls hat das komplette Cover nicht einmal ansatzweise etwas mit dem Inhalt zu tun. Schade, da ich mich beim Buchkauf oft genau daran orientiere. Und so ein Verhalten könnte in diesem Fall zu einer herben Enttäuschung führen...

Verlag: Blanvalet
Taschenbuch: 480 Seiten
ISBN-13: 978-3442375677

"Boy"-Reihe:
  1. Um die Ecke geküsst
  2. Der will doch nur spielen
  3. Aber bitte für immer

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