Donnerstag, 9. Februar 2012

[Rezension] Julia Quinn - Wie erobert man einen Duke?

Inhalt:
Daphne Bridgerton wünscht sich nichts sehnlicher, als zu heiraten und Kinder zu bekommen. Doch die Männer sehen in ihr nie mehr als nur eine gute Freundin. Simon Basset, Duke of Hastings, hat da ganz andere Probleme. Er ist der umschwärmteste Junggeselle der Saison, der sich jedoch unter gar keinen Umständen binden möchte. Deshalb schließen die beiden einen Pakt: Er macht ihr den Hof und scheint dadurch vergeben. Sie hingegen ist plötzlich so begehrt wie noch nie. Alles könnte also so perfekt sein, würde sich Daphne nicht ausgerechnet in Simon verlieben...

Eindruck:
Dieses Buch war ein Experiment - mein erster Ausflug zu einem Regency-Roman. Ich habe bisher so viel Gutes über diese Reihe gehört, dass ich es einfach mal mit dem ersten Band probieren musste. Und schon nach diesem ersten Buch bin ich ganz begeistert von Julia Quinn: 
Denn sie verpackt ihre Geschichte in einem wunderschönen, charmanten und fließenden Schreibstil. Sie schreibt auf der einen Seite sehr humorvoll. So gab es viele Stellen, an denen ich schmunzeln 'musste'. Manchmal wurde es aber ganz melancholisch, so dass mir fast schon zum Weinen zumute war (hätte ich nicht auf ein wunderschönes Happy-End spekuliert) Sie schafft es mit einer Leichtigkeit, die Gefühlswelt, ihrer Protagonisten lebendig werden zu lassen, an der sich andere Autoren gerne ein Beispiel nehmen dürfen:  
So ist Daphne Bridgerton, die Hauptperson des Buches, eine von Grund auf warmherzige und liebenswürdige Person, die man gleich von Anfang an in sein Herz schließt. Auch der Rest ihrer Familie ist einmalig: Ihre drei älteren Brüder zum Beispiel würden sie am liebsten vor jeder Gefahr, die die Welt bereit hält, beschützen, sind zugleich aber häufig recht unbeholfen und zudem sehr, sehr eifersüchtig. Und ihre Mutter Violet, die die Kinder nach dem Tod ihres Mannes ganz allein aufgezogen hat, wirkt zwar zuerst sehr bieder und konservativ, aber im Laufe der Geschichte merkt man, wie sehr sie ihre Kinder liebt und auch wie groß generell der Zusammenhalt in der Familie ist. Diese perfekte Familie könnte einem nun schnell langweilig werden, erscheinen sie doch zeitweise fast schon zu nett und zu liebenswert. Aber zum Glück ist da noch Simon Basset, der einige Ecken und Kanten aufzuweisen hat. Denn er hat als Kind kaum ein Wort gesprochen und schließlich Jahre gebraucht, sein Stottern in den Griff zu bekommen. Die fehlende Liebe seines Vaters, dem er als Sohn  nicht genügte, hat ihn zudem misstrauisch der Welt gegenüber werden lassen. Trotz oder gerade wegen dieser Fehler, war er mir gleich sympathisch. Die Autorin beschreibt seine Gefühlswelt, sein Hadern und seine Zerrissenheit auch einfach sehr gut. Und so geben er und Daphne auch ein wunderschönes Schein-Paar ab, das man bei seinem Treiben nur zu gerne beobachtet.
Die Liebesgeschichte! *seufz* Zu einen wunderschön beschrieben, zum anderen auch sehr originell. Natürlich ist das Ende doch recht vorhersehbar. Aber die beiden auf ihrem Weg dorthin durch alle Höhen und Tiefen zu begleiten, hat mir sehr viel Freude bereitet. Denn an keiner Stelle des Romans wurde es zu übertrieben kitschig. Romantisch? Ja, sogar sehr! Aber immer genau die richtige Menge Romantik, die einem das Herz weich werden lässt.

Fazit:
Ich bin begeistert von diesem romantischen Auftakt und freue mich schon jetzt auf sieben weitere humorvolle, romantische und einfach wunderschöne Geschichten über die charmante Familie Bridgerton.


Verlag: Mira Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 400 Seiten
ISBN-13: 978-3899415377

Reiheninfo:
  1. Wie erobert man einen Duke?
  2. Wie bezaubert man einen Viscount?
  3. Wie verführt man einen Lord?
  4. Penelopes pikantes Geheimnis
  5. In Liebe, Ihre Eloise
  6. Ein hinreißend verruchter Gentleman 
  7. Mitternachtsdiamanten
  8. Hochzeitsglocken für Lady Lucy

Kommentare :

  1. Hört sich wirklich toll an, wäre für mich aber auch ein Experiment. Muss ich nochmal drüber nachdenken!

    LG

    Nadine

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  2. Ich war ja auch sehr, sehr skeptisch! Aber im Nachhinein bin ich froh, mal was ganz Neues ausprobiert zu haben. :)

    lg, Steffi

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