Dienstag, 20. März 2012

[Rezension] Kim Harrington - Perception

Inhalt:
Seit den Ereignissen des letzten Sommers ist Clare an ihrer Schule zu einer Art Berühmtheit geworden. Von den beliebten Mädchen umworben, freundet sie sich allerdings lieber mit der Außenseiterin Mallory an, die jedoch etwas vor ihr zu verbergen scheint. Als ein Mädchen aus ihrer Schule vermisst wird und Clare mysteriöse Nachrichten von einem unbekannten Verehrer enthält, wird ihr klar, dass das ruhige Leben schon wieder vorbei ist...

Eindruck:
"Perception" ist der zweite Teil einer YA-Mystery-Reihe. Band 1 hat mich letztes Jahr sehr begeistert. Es war spannend, mystisch, romantisch und die besonderen Gaben, die Clare und ihre Familie besitzen, waren eine schöne Abwechslung im YA-Einheitsbrei. Zudem wurden am Ende von "Clarity" ein paar interessante Hinweise sowohl auf Clares Zukunft als auch auf Geschehnisse in der Vergangenheit gegeben, die mich ganz besonders ungeduldig auf "Perception" haben warten lassen. 
Und nun? Nun habe ich das Buch ausgelesen und bin so enttäuscht! 
Der Großteil handelt nämlich von gewöhnlichen Teenie-Problemen: Die beliebten, oberflächlichen Mädchen wollen nun, da Clare berühmt ist, plötzlich mit dem ehemaligen "Freak" befreundet sein. Diese kommt mit der ungewohnten Aufmerksamkeit allerdings gar nicht zurecht. Aber nicht alle mögen Clare. Nein, da gibt es immer noch ein paar Kinder, die fies und gemein sind. Außerdem ist Clare ja immer noch hin- und hergerissen zwischen dem gutaussehenden Gabriel und ihrem Ex-Freund Justin. Dann freundet sich Clare auch noch mit der unbeliebten "Mallory" an, was den beliebten Mädchen wiederum gar nicht passt ... und so weiter und so fort. Diese vielen und hauptsächlich unnötigen Handlungsstränge "blockieren" einen Großteil der Seiten. 
Was dadurch leider völlig zu kurz kommt, ist der komplette Mystery- und Spannungsteil. Clares Fähigkeiten sind in weiten Teilen des Buches eher Nebensache. Dass ein Mädchen aus ihrer Schule vermisst wird, wird nur hier und da erwähnt. Und diese "Love Triangle" zwischen ihr, Justin und Gabriel tritt auch einen Großteil des Buches auf der Stelle. Mal ganz abgesehen davon, dass an keiner Stelle erwähnt wird, warum die beiden eigentlich so in Clare vernarrt sind. Ist halt so. Basta. 
Ich denke, dass in diesem Buch einfach auf zu wenigen Seiten viel zu viele Personen und zwischenmenschliche Konflikte durcheinandergewirbelt werden. Dadurch geraten die Rahmenhandlung und die Andeutungen aus Teil 1 leider vollkommen in Vergessenheit. Am Ende gibt es dann noch schnell einen Showdown und es bleibt das schale Gefühl zurück, dass man, wenn man "Perception" ausgelassen hätte, eigentlich nichts Wichtiges der Reihe verpasst hätte.
Und noch etwas ist mir bitter aufgestoßen: Clare ist das einzige unschuldige, perfekte Mädchen an der Schule. Die beliebten Mädchen sind alles oberflächliche "Schlampen" (da sexy gekleidet). Und weil Clare ja so ein engelsgleicher Mensch ist, hält sie sich natürlich von diesen bösen Mädchen fern und freundet sich stattdessen mit dem unbeliebtesten Mädchen von allen an. *seufz* Als Belohnung für ihre Gutherzigkeit wird sie natürlich von gleich zwei Jungen umworben, die nur Augen für das Unschuldslamm haben. *doppelseufz*.

Fazit:
Im Gegensatz zum ersten Teil "Clarity", der mit neuen, frischen Ideen glänzen konnte, verkümmert "Clarity" zu einer gewöhnlichen Teenie-Geschichte ohne Pepp. Ich hoffe, dass sich das im nächsten Teil wieder zum Besseren wendet!


Verlag: Scholastic (Englisch)
Taschenbuch: 275 Seiten
ISBN-13: 978-0545230537

Reiheninfo:
  1. Clarity *Zur Rezension*
  2. Perception
  3. ???


Gelesen im Rahmen der Challenge: I'm in ... English

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