Samstag, 21. Juli 2012

[Rezension] Meg Cabot - Um die Ecke geküsst

Inhalt:
Melissa Fuller ist eine junge, lebenslustige New Yorker Single-Frau, die sich, seit ihre Nachbarin überfallen wurde, um deren Tiere kümmern muss. Als ihr das zu viel wird, kontaktiert sie deren Neffen Max, der allerdings keine Lust verspürt, diesen Job zu übernehmen. Also schickt er seinen besten Freund los, der ihm noch einen Gefallen schuldig ist. Dieser soll sich als Max ausgeben und in seinem Namen die Tiere versorgen. Und die Probleme fangen damit gerade erst an...

Eindruck:
"Um die Ecke geküsst" ist der erste Teil der Boy-Reihe, die man aber ohne Probleme auch durcheinander anstatt in der richtigen Reihenfolge lesen kann.

Das besondere an diesen Romanen ist, dass sie nicht aus in Kapitel unterteiltem Fließtext bestehen, sondern dass sich die Handlung einzig und allein aus Email-Nachrichten zusammensetzt. Dabei werden dann zum Beispiel die Ereignisse des letzten Abends der besten Freundin erzählt, so dass man als Leser stets auf dem Laufenden bleibt. Der Vorteil bei dieser Erzählform ist eindeutig, dass man Zugang zu den Gedanken von allen Personen bekommt anstatt - wie gewöhnlich - nur die Ansichten der Hauptprota zu kennen. Wie schon bei meinem ersten Roman der Autorin hat mir der besondere Erzählstil auch wieder sehr zugesagt.

Auch der Humor konnte mich wieder überzeugen. Allerdings hat das Buch zwei entscheidende Nachteile: Zum einen ist es einfach zu lang. Die an sich ganz nette Geschichte auf fast 500 Seiten auszudehnen hat mir einiges an Lesespaß genommen. Es wird einfach viel zu viel über immer dieselben Sachen hin und her und wieder hin und her geschrieben, so dass ich gegen Ende vieles nur noch überflogen haben. Zum anderen ist die Geschichte, wie gerade erwähnt, eben einfach nur ganz nett. Ein recht witziges Verwechslungsspiel, das nebenbei auch noch ein kleines Verbrechen beinhaltet. Aber irgendwie kam mir einfach alles schon bekannt vor, konnte mich nichts überraschen. Und so ist diese Geschichte schließlich auch zu ihrem vorhersehbaren Ende gekommen.

Die einzelnen Figuren selbst sind auch sehr typisch für Frauenromane: Die hilfsbereite, nette sowie hübsche Hauptprota mit ihrer ebenso hilfsbereiten besten Freundin, usw. usf. ... und ein nicht besonders helles Supermodel ist auch noch dabei, damit wir Normalo-Frauen uns etwas besser fühlen. ;) 

Fazit:
Und so hat mir "Um die Ecke geküsst" auch nur durchschnittliches Lesevergnügen bereitet und bleibt für mich weit hinter "Der will doch nur spielen" zurück. Vielleicht bin ich zurzeit allerdings auch einfach nicht in der richtigen Stimmung für diese Art der "leichten" Frauenromane.


Verlag: Blanvalet
Taschenbuch: 512 Seiten
ISBN-13: 978-3442375417

"Boy"-Reihe:
  1. Um die Ecke geküsst
  2. Der will doch nur spielen *zur Rezension*
  3. Aber bitte für immer

Kommentare :

  1. Hey Steffi!
    UdEg habe ich auch vor einiger Zeit gelesen. Mir war es ebenfalls zu lang und trotzdem konnte es mich gut unterhalten.
    Schöne Rezi!
    "Der will doch nur spielen" liegt noch auf meinem SuB. Mal sehen, wann ich Lust auf das Spielchen habe. Du sagst, es ist besser als der erste Teil?
    Liebe Grüße
    Anka

    AntwortenLöschen
  2. Huhu :)
    Hm, also damals hat mir der zweite Teil jedenfalls echt gut gefallen. :) Eigentlich haben Buch 1 & 2 sogar sehr viele Ählichkeiten, nur dass beim Lesen von Band 2 keine Langeweile aufkam und mich die teils sehr klischeehafte Handlung kaum gestört hat. Die Geschichte hatte einfach etwas mehr Pepp. :)

    lg, Steffi

    AntwortenLöschen
  3. Hallo, habe das Buch auch auf meinem SuB Stapel. Deine Rezi ist super.
    Bin neu hier und würde mich freuen, wenn du mal bei mir vorbeischauen würdest.

    Lg. Heike von steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de

    AntwortenLöschen